Hintergrund
Wieso Kuscheln?
Mit Kuscheln wird unser Grundbedürfnis nach körperlicher Nähe befriedigt. Der Mensch als soziales Wesen hat ähnlich wie bei Tieren, die in sozialen Gemeinschaften leben, den Drang sich auch über Berührungen seinem Gegenüber mitzuteilen. Dabei ist es einerlei, ob es sich bei dem Gegenüber, um einen Familienangehörigen, einen Freund oder einen Fremden handelt.
Die positiven Effekte, die bei uns achtsame Berührungen auslösen, lassen sich im Körper nachweisen. Es werden Hormone und andere Stoffe ausgeschüttet, die beispielsweise zu einem Abbau von Stress und zur Senkung des Blutdrucks führen. Diese Effekte bemerken wir in einem ruhigen, wohligen und geborgenen Körpergefühl.
Daher tut uns Kuscheln uns seelisch und körperlich gut.
Wozu eine Kuschelparty?
Obwohl wir täglich Berührungen genauso benötigen wie eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung, ist die Kommunikation über Berührungen in unserer Gesellschaft durch mannigfaltige Konventionen unterbunden. Auch haben viele Menschen heutzutage wenig Gelegenheit, mit anderen überhaupt in Kontakt zu treten.
Dies brachte den New Yorker Reid Mihalko, Judolehrer, Masseur und Romantiktrainer, im Jahr 2004 auf die Idee, Kuschelparties zum Ausgleich dieser Defizite anzubieten. Er entwickelte dazu die Kuschelregeln, die den Teilnehmern helfen, die Konventionen abzulegen und sich der anderen Art des menschlichen Umgangs mit Fremden zu öffnen. In meiner Kuschelparty werden diese Regeln, um Übungen ergänzt, die spielerisch dem Abbau von anfänglichen Hemmnissen und dem Vergegenwärtigen der Kuschelregeln dienen.
Auf einer Kuschelparty erfährt man neben der Befriedigung des Kuschelbedürfnisses den im Alltag oft vernachlässigten achtsamen und respektvollen Umgang miteinander - aber vor allem mit sich selbst. Man lernt für sein eigenes Wohlbefinden Verantwortung zu übernehmen und seine Bedürfnisse mitzuteilen. Eine Kuschelparty bietet durch die Kuschelregeln den geschützten Raum, in dem sich jeder - selbstverständlich unter Beachtung der Regeln - ausprobieren kann.
Da Sex auf einer Kuschelparty tabu ist, hat jede Berührung nur ihren Selbstzweck. Dies erlaubt einen viel freieren Umgang mit den Berührungen und man kann die Wirkung der Berührungen an sich viel entspannter geniessen.
Schließlich bietet eine Kuschelparty, die Gelegenheit nicht nur mit einem einzigen Menschen, sondern auch mit einer Gruppe in Berührung zu kommen. Das fantastische Gefühl in der Mitte eines Kuschelhaufens zu stehen, kann man nicht beschreiben, sondern muss man selbst miterleben.
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